Letzte Verteidigungswelle und die Schweiz

Rechtsextremer Terror “Letzte Verteidungswelle” und die Schweiz
Die Letzte Verteidigungswelle (LVW) ist eine deutsche rechtsextremistische Gruppierung, die 2025 durch eine bundesweite Razzia der Bundesanwaltschaft zerschlagen wurde. Die Gruppe bestand hauptsächlich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 21 Jahren und stellte eine der radikalsten rechtsextremen Jugendgruppen in Deutschland dar.

Zwei 15-jährige Mitglieder sollen in der Nacht des 23. Oktober 2024 einen Brandanschlag auf ein Kulturhaus in Altdöbern (Brandenburg) verübt haben. Bis zur Recherche ging die Polizei von einem technischen Defekt aus.
In Schmölln versuchte die Gruppe ein bewohntes Asylheim in Brand zu setzen. Ausserdem planten sie in Senftenberg einen Anschlag mit Kugelbomben.
Die Gruppe wurde spätestens im April 2024 gegründet und organisierte sich hauptsächlich über Chatgruppen und soziale Medien wie Instagram, TikTok und Telegram.

Neben einem Generalchat existierten Unterchats nach Bundesländern, die als “Gaue” bezeichnet wurden – eine bewusste Anlehnung an die Organisationsstruktur des Nationalsozialismus. Rund 200 Personen sollen in den Chatgruppen aktiv gewesen sein.

Wer der Gruppe beitreten wollte, musste als “Tatbeweis” eine Straftat begehen und diese filmen – beispielsweise Migrant*innen verprügeln, Hakenkreuze schmieren oder Brandstiftungen begehen. Diese Videos dienten als Aufnahmeritual für die Organisation. Neben der Gewalt gegen Migrant*innen und politischen Gegner*innen beschäftigte sich die Gruppe auch mit sogenanntem “Pedo-Hunting” – tatsächlich werden hierbei häufig gezielt queere Menschen ins Visier genommen.

Die Aufdeckung der Gruppe geht auf eine investigative Recherche von Stern und RTL. In einer Dokumentation wurde nun klar, dass die Chatgruppe auch bis in die Schweiz reichte. Die “letzte Verteidigungswelle” scheint weiterhin zu existieren.

Das TV-Team führt in Bern ein Interview mit einem der mutmasslichen Mitglieder in der Schweiz. Dort behauptet er, dass im Gegensatz zu Deutschland in der Schweiz keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten seien.

Offen gibt er zu: “Das Ziel der Letzten Verteidungswelle sei die Wieder-herstellungs des Nationalsozialismus in Deutschland und mehr oder weniger in ganze Europa.”
Dazu wurden geziehlt illegale Waffen erworben. Die “letzte Verteidigungwelle” in der Schweiz existiere nun im Untergrund weiter.